Workshop „Bessere Beziehungen zu sich selbst und Anderen“

     Kennen Sie das?

 

  • Sie können schwer „Nein“ sagen.
  • .Sie können nur schwer oder gar nicht wahrnehmen, was Sie wollen oder brauchen.
  • fühlen sich depressiv oder leiden unter Ängsten.
  • sind oft „schlecht drauf“ ohne zu wissen warum
  • „stehen neben sich“ oder fühlen sich oft „im falschen Film“
  • Sie können aggressiv gegen sich oder andere werden – „außer sich vor Wut“.
  • Sie können sich schwer entscheiden.
  • Beziehungen gehen oft schief oder Sie gehen erst gar keine Beziehung ein.
  • Sie erleben immer wieder unergiebige Streits mit dem Partner, Eltern oder Vorgesetzten
  • Sie fühlen sich schnell ausgenutzt.
  • Sie lassen Kritik zu nah an sich ran – sind schnell beleidigt und verletzt.
  • Sie halten nur wenig von sich selbst und Ihren Kompetenzen.
  • Sie können sich selbst nicht leiden, lehen sich selbst ab oder „können mit sich nichts anfangen“.
  • Sie packen Dinge nicht an oder finden keine Ziele im Leben.

 

Hinter diesen Phänomenen, steckt meist ein sog.  „Symbiosemuster“ (Langlotz, 2015): die (meist unbewusste) Verbundenheit mit Werten, Gefühlen, Einstellungen früherer Bezugspersonen, die wir uns in der Beziehung zu ihnen „zu eigen gemacht haben“, um in diesen Beziehungen zurecht zukommen. Diese Informationen – rationale (z.b. sei sparsam und fleißig) oder emotionale (z.b. Spuren eines starken emotionalen Ereignisses – „Trauma“) sind also ursprünglich von außen kommend, sozusagen fremd, nicht „auf dem eignen Mist gewachsen“. Auch in aktuellen beruflichen und privaten Beziehungen werden Gefühle, Wünsche,  Ansichten, Forderungen des anderen häufig stärker wahrgenommen an die man sich dann (oft unbewusst) anpasst. Die Selbstwahrnehmung, das eigene Handeln und die Beziehungsgestaltung werden davon beieinflusst, ggf. beeiträchtigt, es kommt zur Einschränkung der Autonomie  (Autonomie = „Eigengesetzlichkeit“, leben nach den eignenen Bedürfnissen und Gefühlen). Um „wieder zu sich zu kommen“ bleibt einem manchmal nur der überstarke Rückzug aus Beziehungen.

Hier können Sie ihren Autonomiestatus anonym testen (vom Begründer der Methode entwickelte Fragen – programmiert von meinem Kollegen Tom Latka:

http://www.autonomie-training.de/

 

Symbiosemuster mögen ursprünglich überlebenswichtig gewesen sein, können für das aktuelle Leben erhebliche negative Wirkungen haben.

Der Workshop richtet sich an alle, die an einer Veränderung dieses Musters hin zu mehr Autonomie interessiert sind, die ihre

  • Selbstwahrnehmung (welche Gefühle habe ich, welche Bedürfnisse habe ich)
  • Selbstwert (sich wertvoll fühlen können, unabhängig von Leistung oder Nützlichkeit für andere)
  • Selbststeuerung (sich so verhalten, wie es für eine selbst passt)

verbessern wollen.

Im Workshop haben Sie die Möglichkeit, eine eigene Aufstellung zu machen,  ein eigenens Anliegen aktiv zu bearbeiten. Auch eine Teilnahme ohne eigene Aufstellung kann wertvolle Impulse und Einsichten ermöglichen, besonders auch als  Stellvertreter in der Aufstellung eines anderen Teilnehmers. Wer die Methode kennenlernen will, kann  Sonntags vormittags zum „hineinschnuppern“ kommen. Eine Anmeldung ist in allen Fällen erforderlich.

 

03. & 04.2.2018  ausgebucht
         28. & 29.4.2018  ausgebucht
       08. & 09.9.2018  ausgebucht

         26. & 27.1.2019  4 von 6 Plätzen für Trainings frei

Ort:

Rudolf Steiner Haus
Hügel­straße 67
60433 Frankfurt
Gruppenraum im Untergeschoss

Kosten:

mit eigener Aufstellung/Training ohne eigene Aufstellung/Training
 

Normalverdiener

 

250,-

 

120,-

Geringverdiener 160,- 80,-
 

Nichtverdiener                                                                    120,-

 

Schnuppertarif, nur Sonntag, ohne eigene Aufstellung

 

60,-

 

30,-

Anmeldung:

  1.  mail an: info(at)psychotherapiepraxis-hartmann.de (Bitte angeben, ob ein Platz mit oder ohne eigene Aufstellung gebucht wird)
  2. Bitte die entsprechende Kursgebühr vor dem Seminar überweisen an: DE62 3006 0601 0108 0107 73, Deutsche Apotheker- und Ärztebank
  3. Ihre Buchung aktiv und verbindlich, wenn die Teilnahmegebühr eingegangen ist und wird von mir per mail noch mal bestätigt

Es wird empfohlen, die Teilnahmegebühren zeitnah nach der Anmeldung zu überweisen, da es sonst passieren kann, dass der Platz von einem anderen Teilnehmer gebucht wird, der sich zwar später angemeldet, jedoch die Kursgebühr schneller überwiesen hat.

Falls Sie eine Teilnahmebescheinigung mit Quittung benötigen, teilen Sie mir dies gerne mit, unter Angabe ihrer Adresse.

Teilnahmebedingungen, Storno, usw.:

  • Seminarausfall wegen höherer Gewalt, geringer Teilnehmerzahl, o.ä.: Kann ich das Seminar nicht anbieten, werden bereits überwiesene Teilnahmegebühren selbstverständlich vollständig von mir zurückerstattet.
  • Rücktritt eines Teilnehmers: Tritt ein Teilnehmer von einer verbindlichen Anmeldung zurück, werden die Teilnahmegebühren nur teilweise zurückerstattet: Rücktritt länger als 14 Tage vor dem Seminar: es wird eine Stornogebühr von 20,- erhoben (restliche Teilnahmegebühren werden zurückerstattet). Rücktritt weniger als 14 Tage vor dem Seminar: keine Rückerstattung der Teilnahmegebühren!
  • Haben Sie Ihre Teilnahme ohne Aufstellung gebucht, besteht die Möglichkeit, sich während des Seminars für eine eigene Aufstellung zu entscheiden, sofern noch ausreichend Seminarzeit vorhanden ist. Den Differenzbetrag zum Tarif mit Aufstellung zahlen Sie in dem Fall bitte vor Ort in bar.
  • Anfahrt, Unterbringung und Verpflegung sind nicht enthalten.
  • Das Workshopangebot ist unabhängig von einer Einzeltherapie bei mir.

 

Wie wird gearbeitet?

Im Workshop arbeite ich mit der Methode der Systemischen Selbstintegration, einer lösungsfokussierten Aufstellungsarbeit, die von Dr. med. E.-R. Langlotz (Arzt für Neurologie, Familien­therapeut) aus der systemischen Fa­milientherapie und dem sog. Familien­stellen entwickelt wurde.

„Aufstellen“ heißt, dass der Klient, der ein Anliegen hat, Gruppenteilnehmer als Stellvertreter für die echten Personen seiner familiären oder beruflichen Situation im Raum zueinander positioniert, gemäß seiner Vorstellung. Außerdem positioniert der Klient Stellvertreter für seine beiden sog. „Selbstanteile“: 1. „Erwachsenes Selbst“ – der Teil einer jeden Person, der sich wertvoll fühlen kann, einzig aus sich selbst heraus, also auch wenn er nichts leistet; der Teil, der sich abgrenzen kann – „Nein“ sagen, wenn ihm nach „Nein“ zumute ist, „Ja“ sagen, wenn ihm nach „Ja“ zumute ist; der Teil, dem es gut gehen darf, auch wenn andere um ihn herum Probleme haben. 2. „Kindliches Selbst“ –  der Teil einer Person, der als kleiner Mensch vielleicht Schweres erlebt hat, sich an schwierige, belastete, verletzende oder missbrauchende Bezugspersonen anpassen musste, um zu überleben, vielleicht verletzt und überfordert wurde,  der aber gleichzeitig das alles überstanden hat, neugierig sein darf, etwas wollen darf, etwas ablehnen darf, unbequem sein darf, genießen darf und Spaß haben darf. Im Aufstellungsbild wird die Beziehungsqualität und das Ausmaß der Selbstverbundenheit sichtbar.

In der anschließenden lösungsfokussierten Aufstellungsarbeit mache ich als Therapeut dem Klienten Lösungsvorschläge,  die er direkt ausprobieren kann (z.B. Position wechseln, Lösungssätze laut aussprechen, u.a.). Der Klient kann unter therapeutischer Anleitung ein neues Muster einüben: sich von seinem Gegenüber mit gesunder Kraft abzugrenzen (was in früheren Beziehungserfahrungen unterdrückt werden musste) und sich mit seinen Selbstanteilen zu verbinden (also dem Eigenen, den eigenen Ressourcen – „Selbst-Integration“).

Dies führt regelhaft zu einer unmittelbar spürbaren psychischen Kräftigung und inneren Ruhe. Der Klient kann außerdem direkt überprüfen, wie sich die Beziehungsqualität zum Gegenüber (entgegen seiner alten Erfahrung) verbessert, wenn er sich heute – als Erwachsener – mit sich selbst verbindet.

Die Erfahrung aus dem Workshop kann dann im Alltag eine Entwicklung anstoßen: je besser sich die Beziehung zu sich selbst entwickelt, desto zufriedenstellender können Beziehungen zu Anderen gelingen.

 

Die Theorie hinter der Methode

Als Kinder sind wir in hohem Maße abhängig von unseren Bezugspersonen. Zur Sicherung der Beziehung zu ihnen übernehmen wir ganz automatisch deren Sichtweisen, und sind deren Ansichten, Launen oder Forderungen ausgesetzt. Besonders Kinder, die bei seelisch oder körperlich belasteten oder traumatisierten Eltern aufwachsen, Gewalt oder Missbrauch erleben, lernen, sich hoch sensibel auf ihr Gegenüber einzustellen, um Schlimmeres von sich abzuwenden. Eigene Impulse (z.B. Nein sagen), Vorstellungen (Das find ich gut und das nicht) oder  Wünsche (Ich will das eine, aber nicht das andere) müssen gebremst oder abgespalten werden, wenn negative Reaktionen der Bezugspersonen drohen. Durch diese Lernmechanismen entsteht eine unbewusste Selbst-Entfernung, die bis ins Erwachsenenalter anhält: Wer bin ich , was will ich, was ist mir wichtig, was tut mir gut etc. – diese Fragen sind dann schwer beantwortbar, machen sich manchmal in einer quälenden Leere oder Entscheidungsschwierigkeiten bemerkbar. Ohne den Zugang zum eigenen Kompass ist man auch als Erwachsener auf Orientierung durch andere angewiesen (Eltern, Partner, eigene Kinder, Chef, Kunden usw.):  Ohne es zu merken, folgt man weiter den Vorstellungen, Wünschen oder Forderungen anderer, spürt sein Eigenes nicht. Die abgespaltene Kraft, sich abzugrenzen, zu unterscheiden, staut sich und wirkt dann destruktiv entweder gegen sich selbst (Depressive Symptome, psychosomatische Beschwerden o.ä.) oder gegen Andere in Form von destruktiver Wut („Schlecht drauf“, „kratzbürstig“, vorwurfsvoll, verletzend in Worten oder Taten).

Die Systemische Selbst-Integration versucht dieses Muster umzukehren, so dass die Neuerfahrung entsteht: „Gerade wenn ich mich so zeige, wie ich bin, mich selbst achte und schätze, für mich sorge, können auch Andere beginnen, mich zu achten und schätzen, können Andere an mir sehen, was ich will und was nicht, so dass wir uns auf Augenhöhe begegnen können und Beziehung gelingen kann“.